Förderverein Palliativstation Delmenhorst e.V.


Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur.

Über uns

Über uns


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Im Jahr 2013 gründeten Angehörige ehemaliger Patienten sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Palliativstation den Förderverein Palliativstation Delmenhorst e.V.. Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Oldenburg eingetragen und steuerlich als gemeinnützig anerkannt.

Der Förderverein ist organisatorisch und wirtschaftlich sowohl vom Delme Klinikum Delmenhorst (DKD) als auch von dessen Träger absolut unabhängig. Sämtliche Mittel des Vereins unterliegen ausschließlich seiner eigenen Kontrolle. Spenden, Beiträge und sonstige Zuwendungen werden ausschließlich für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet.

Palliativstation

Palliativstation


Patientengespräch am Bett

Patientengespräch am Bett

Das Delme Klinikum Delmenhorst (DKD) verfügt über eine eigene Palliativstation, unter der Leitung der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte 2002 die Palliativmedizin wie folgt:

"Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur."

Der wunderschön bepflanzte Balkon

Der wunderschön bepflanzte Balkon

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung mit einer begrenzten Lebenserwartung. Die Mehrzahl der Patienten auf der Palliativstation ist tumorkrank. Daneben werden aber auch Patienten mit schwersten Herz- oder Lungenerkrankungen sowie neurologischen Erkrankungen wie MS oder ALS im Endstadium auf der Palliativstation behandelt. Ziel ist es, die verbleibende Zeit so angenehm und beschwerdefrei wie möglich zu gestalten. Dazu gehört in erster Linie die Schmerzreduzierung, aber auch die Behandlung von Symptomen wie Angst, Unruhe, Depression und Luftnot.

Aufenthaltsraum für gemeinsame Mahlzeiten

Aufenthaltsraum für gemeinsame Mahlzeiten

In der Regel wird nach erfolgreicher Behandlung im Sinne einer Symptomkontrolle die Entlassung nach Hause angestrebt. Falls das nicht mehr möglich sein sollte, ist auch eine Verlegung in ein Hospiz denkbar.

Ein speziell geschultes Team, bestehend aus Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen, Seelsorgern und Musiktherapeuten, versorgt die schwerkranken Patienten und betreut auch individuell ihre Angehörigen. Wenn möglich und gewünscht, werden die Angehörigen in pflegerische und betreuende Abläufe auf der Station eingebunden. Auch die Unterbringung von Angehörigen ist auf Wunsch in allen Zimmern möglich.

Gedenken an Verstorbene

Gedenken an Verstorbene

Neben Hilfestellungen bei alltäglichen Verrichtungen, stehen die Therapie von Schmerzen und krankheitsbegleitenden Symptomen, Basale Stimulation, Aromatherapie, Massagen und vor allem die psychosoziale Betreuung im Vordergrund der Versorgung. Das Pflegeteam bemüht sich, bei allen Leistungen die Wünsche der Patienten zu berücksichtigen.

Die Palliativstation ist Mitglied im Netzwerk Palliativversorgung und Hospizarbeit in Delmenhorst und Ganderkesee. Dazu gehören Ärzte, Apotheken, das ambulante Palliative Care Team, Einrichtungen der ambulanten Palliativpflege, ambulante Hospizdienste und das Laurentius Hospiz in Falkenburg. Die enge Zusammenarbeit von verschiedenen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen garantiert einen interdisziplinären Wissensaustausch und ist für die Palliativstation von großer Bedeutung.

Der Balkon der Palliativstation

Der Balkon der Palliativstation

Die Palliativhotline ist sowohl für Professionelle als auch für Betroffene und Angehörige 24 Stunden täglich unter folgender Telefonnummer 04221-994060 erreichbar.

Informationen zur Palliativstation finden Sie auch auf der Internetseite des Delme Klinikum Delmenhorst (DKD)

Mitteilungen

Mitteilungen


Kartoffelfest 2026

Oktober 2026, von Thomas Breuer

Das Kartoffelfest als größte Eintagesveranstaltung in Delmenhorst ist seit Jahren ein fester Termin für den Förderverein der Palliativstation am DKD. Denn die Teilnahme ermöglicht es, ein großes Publikum für die Arbeit der Palliativstation zu sensibilisieren und parallel um Spendengelder zu werben.

Wie gut das funktioniert, erlebten ehrenamtliche Vertreter des Fördervereins auch beim 33. Kartoffelfest am Sonntag, 11. Oktober 2026, in der Delmenhorster Innenstadt. An seinem Stammplatz an der Langen Straße hatte der Verein sein Zelt aufgeschlagen und freute sich über guten Zulauf. Auch wenn das zeitweise regnerische Wetter nicht die allerbesten Voraussetzungen bot.

Angelockt wurden viele Menschen wie in den zurückliegenden Jahren vor allem durch die bunten Herzkissen aus privater Fertigung, die für eine Spende von sechs Euro abgegeben wurden. Wie immer galt: Sind zwei Kissen verkauft, ist damit auch eines für die Patienten auf der Palliativstation finanziert.

Am Schluss hatten insgesamt 177 Kissen neue Besitzer gefunden. Die Zahl liegt zwar etwas unter der von 2025, doch angesichts des launischen Wetters waren damit am Ende alle zufrieden.
Vor allem, weil immer wieder zu hören war, welch hohe Anerkennung die Arbeit der Palliativstation inzwischen bei vielen Menschen genießt. Auch die aufgestellten Spendenboxen füllten sich gut. Manche Geber berichteten von eigenen Berührungspunkten mit der Station, andere wollten einfach etwas beisteuern, weil sie die dort geleistete Arbeit als wertvoll empfinden.

Die ehrenamtlichen Vertreter des Fördervereins warben hier und da auch um neue Unterstützer. Vor allem mit dem Ziel vor Augen, dass die Palliativstation im DKD-Neubau wie bisher eine Einrichtung sein soll, die den dortigen Patienten nicht nur Beistand und medizinische Hilfe bietet, sondern zugleich in besonderem Maße Komfort und Aufenthaltsqualität.

Kartoffelfest 2026

Der Förderverein der Palliativstation freute sich über den zeitweise großen Andrang an seinem Stand beim Delmenhorster Kartoffelfest 2026.

Kartoffelfest 2026

Mehrere Ehrenamtliche unterstützten den Verkauf von Herzkissen auf dem Kartoffelfest.

Delmenhorst spendet großzügig für schwerstkranke Menschen

Januar 2026, von Thomas Breuer

Als der Förderverein der Palliativstation Delmenhorst im August 2023 sein zehnjähriges Bestehen in der Markthalle feierte, war dies zugleich auch ein Startschuss. Namentlich für das aus diesem Anlass ins Leben gerufene Projekt “Delmenhorst spendet für schwerstkranke Menschen”. Mit ihrer Schirmherrschaft unterstrich Oberbürgermeisterin Petra Gerlach vom Start die besondere Bedeutung dieser Initiative, die bis heute eine unveränderte Zielsetzung verfolgt: Spenden zu sammeln, um die Palliativstation im Delme Klinikum Delmenhorst (DKD) in die Lage zu versetzen, den dort betreuten Menschen ihr Verweilen so angenehm wie möglich zu machen.

Zwei Jahre und vier Monate nach dem Auftakt lässt sich sagen, dass die öffentliche Bitte um Unterstützung ihre Wirkung nicht verfehlt hat und immer noch in vielen Köpfen präsent ist. Wurden 2023 bereits 12.300 Euro für schwerstkranke Menschen gespendet, so waren es 2024 schon 35.000 Euro und 2025 sogar 50.000 Euro.

Summen, die dem Förderverein zeigen, dass sein Anliegen die Herzen vieler Menschen berührt. Von dem Geld konnten seitdem unter anderem ein Ultraschallgerät gekauft und verschiedene Therapieformen unterstützt werden. Zuletzt wurden unter anderem multifunktionale Nachtschränke mit integriertem Kühlschrank und Lademöglichkeit für ein Smartphone sowie ein Klangstuhl, ein Wasserbett und anderes mehr für den neu eingezeichneten Snoezel-Raum mit Wohlfühlatmosphäre angeschafft.

Eines ist sicher: Ohne die vielen Spenden wären solche Anschaffungen nicht möglich. Denn allein für den Snoezel-Raum, der bei einem Tag der offenen Tür auf der Station Ende November 2025 große Beachtung fand, konnte der Förderverein dadurch rund 35.000 Euro bereitstellen.

Für die Ehrenamtlichen, die den Verein führen, steht bei ihrem Engagementaußer Frage: Das zum Jubiläum aufgelegte Motto “Delmenhorst spendet für schwerstkranke Menschen” war, ist und bleibt ein wichtiges soziales Anliegen, das schon viele Menschen erreicht hat. Und andere noch erreichen soll.

Delmenhorst spendet großzügig für schwerstkranke Menschen

Eine versteinerte Rose steht angelehnt an einem dunkelrotem Gästebuch mit der Aufschrift Palliativstation.

Vorstand

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